Das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) ist ein Instrument, um Arbeitnehmern mit längeren Arbeitsunfähigkeitszeiten eine möglichst frühzeitige Rückkehr in Ihren Betrieb zu ermöglichen.

In Deutschland scheiden jährlich mehrere hunderttausend Beschäftigte dauerhaft oder vorübergehend aus gesundheitlichen Gründen aus dem Erwerbsleben aus. In Zeiten des Fachkräftemangels hat der Arbeitgeber ein großes Interesse daran, erfahrene und eingearbeitete Mitarbeiter im Unternehmen zu halten. So bleiben wertvolle Fähigkeiten und Kenntnisse im Betrieb erhalten.

Die Ziele und Nutzen des Betrieblichen Eingliederungsmanagements

Ziel des BEMs ist die Überwindung der vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit, die Vermeidung einer erneuten Arbeitsunfähigkeit und somit der Erhalt des Arbeitsplatzes. Es wird angestrebt, den Beschäftigten zu unterstützen und schnellstmöglich wieder in den Arbeitsprozess zu integrieren. Ihm soll ermöglicht werden, seine Tätigkeit leistungs- bzw. behindertengerecht auszuüben.

Durch geeignete Maßnahmen soll der Beschäftigte die Arbeitsunfähigkeit nachhaltig überwinden und optimalerweise einer erneuten Arbeitsunfähigkeit vorbeugen.   

Darum lohnt sich BEM

  • Mithilfe erfolgreich durchgeführter BEM-Verfahren können innerbetriebliche Arbeitsabläufe und Strukturen optimiert und dadurch neue Erkrankungen verhindert werden.
  • Das BEM-Verfahren bietet dabei nicht nur die Chance, mehr für erkrankte und behin­derte Beschäftigte zu tun, sondern lässt häufig auch gesunde Arbeit­nehmer von bestimmten Maßnahmen profitieren.
  • Für Arbeitgeber sinken die Lohnfortzahlungskosten und Personalausgaben für Vertretungen oder die Einstellung und Einarbeitung neuer Mitarbeiter werden vermieden.
  • Außerdem bedeutet die Einführung des betrieblichen Eingliederungsmanagements für das Unternehmen einen Imagegewinn. Der Erhalt von Arbeitsplätzen durch das BEM wird sowohl von den Mitarbeitern als auch der Öffentlichkeit positiv wahrgenommen.
  • Ohnehin muss der Arbeitgeber bei einer krankheitsbedingten Kündigung nach­weisen, dass er alle Möglichkeiten ausgeschöpft hat, um das Arbeitsverhältnis mit dem Mitarbeiter zu erhalten. Das BEM stellt eine solche Möglichkeit dar.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Im Jahr 2004 wurde das Betriebliche Eingliederungsmanagement ins SGB IX aufgenommen.

Das BEM ist seither eine gesetzliche Aufgabe des Arbeitgebers gemäß § 167 Abs. 2 SGB IX. Damit wird er verpflichtet, allen Beschäftigten, die in den letzten 12 Monaten 6 Wochen ununterbrochen oder durch häufigere Kurzerkrankungen arbeitsunfähig waren, ein strukturiertes BEM anzubieten. Es handelt sich hierbei nicht um ein Kontroll- oder Überwachungssystem des Arbeitgebers. Für den Mitarbeiter ist die Teilnahme am BEM freiwillig. Eine Ablehnung des Verfahrens darf keine Nachteile für den Mitarbeiter nach sich ziehen.

Das BEM setzt eine vertrauensvolle Gesprächskultur voraus. Die Beschäftigten und die am BEM Beteiligten sind auf das Datengeheimnis zu verpflichten.

Fazit

Ein funktionierendes Eingliederungsmanagement kann die Zeiten der Arbeitsunfähigkeit senken und dadurch Kosten sparen. Die Beschäftigte werden mit geeigneter Unterstützung im Betrieb gehalten und Entlassungen wegen Erkrankung oder Behinderung werden vermieden. Davon profitieren sowohl die Arbeitnehmer als auch die Arbeitgeber und nicht zuletzt die Sozialversicherungsträger.

Gerne beraten, unterstützen und begleiten wir Sie als externer BEM-Koordinator in dem gesamten Eingliederungsprozess.

Sprechen Sie uns an.

Tel. 02241 9445040

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