Warum Betriebliches Gesundheitsmanagement im Homeoffice so wichtig ist?

Schon seit Jahren arbeiten zunehmend mehr Beschäftigte ganz oder teilweise im Homeoffice, die Corona-Pandemie hat die Nachfrage nach der Arbeit von zuhause noch einmal verstärkt. Die Arbeitswelt musste sich im März 2020 mehr oder weniger über Nacht umstellen und auch Firmen, die bislang kein Homeoffice ermöglichen konnten, fanden plötzlich digitale Lösungen. Mittlerweile sind zwar einige in die Büros zurückgekehrt, doch immer noch über 60 % der deutschen Unternehmen ermöglichen aktuell die Arbeit im Homeoffice.

Für die Betriebliche Gesundheitsförderung hat das Remote Working jedoch zur Folge, das klassische Maßnahmen, die auf physische Anwesenheit setzen, wie Gesundheitsscreenings, Gesundheitstage oder Workshops im Unternehmen, Beschäftigte im Homeoffice nicht erreichen. Dennoch sollte dadurch nicht einfach auf BGF im Homeoffice verzichtet werden, sondern alternative Lösungen gesucht und angeboten werden. Corona hat den Stellenwert von Gesundheit noch einmal verstärkt.

Die Arbeit im Homeoffice bringt eigene Herausforderungen und Schwierigkeiten mit sich

Schließlich hat das Homeoffice zwar durchaus Vorteile zugunsten der Beschäftigten, da sie auf das Pendeln zum Büro verzichten, mehr Autonomie haben und Berufs- und Privatleben besser vereinen können. Während der Corona-Krise minimiert es zudem das Risiko einer Ansteckung am Arbeitsplatz. Gleichzeitig bringt das Arbeiten zuhause aber auch Nachteile und ernstzunehmende gesundheitliche Risiken mit sich.

So verfügen viele Arbeitnehmer zuhause nicht über einen ergonomisch korrekt eingestellten Arbeitsplatz. Einige sitzen aus Mangel eines Schreibtisches gar mit Laptop am Küchentisch. Einen professionellen Schreibtischstuhl oder sogar höhenverstellbaren Schreibtisch besitzen die wenigsten. Langfristig führt eine falsche Sitzhaltung zu chronischen Rückenschmerzen und verspannter Schulter- und Nackenmuskulatur.

Auch ist es eine Gefahr, dass im Homeoffice Berufliches und Privates zunehmend vermischt wird, insbesondere wenn Kinder oder Partner ebenfalls zuhause sind. Gegebenenfalls werden Pausenzeiten nicht oder unzureichend eingehalten und allgemein keine klaren Strukturen und Arbeitszeiten definiert. Das führt zu erhöhter Belastung. Wenn Beschäftigte auch abends nochmal „kurz in die Mails schauen“, wirkt sich das negativ auf die benötigte Erholung aus und die Produktivität kann leiden.

Bewegungsmangel und fehlende soziale Kontakte

Durch die fehlenden Wege ins Büro, in die Kantine oder zum Besprechungsraum fehlt den Beschäftigten zudem die alltägliche Bewegung. Das viele Sitzen und kurze Distanzen innerhalb der Wohnung wirkt sich langfristig negativ auf die Fitness und Gesundheit aus. Ebenso fehlen im Homeoffice soziale Kontakte zu Vorgesetzten und Kollegen. Der spontane Austausch im Büro oder der Kaffeepause fehlen und kann zur sozialen Isolation führen, vor der sich viele fürchten und die negative Auswirkungen auf die mentale Gesundheit hat.

Unternehmen sollten sich dieser Gesundheitsrisiken im Homeoffice bewusst sein und sich daran erinnern, dass sie trotz räumlicher Distanz Verantwortung für die Gesundheit ihrer Beschäftigten tragen. Mit alternativen Lösungen der BGF können sie dieser auch bei Beschäftigten im Homeoffice nachkommen.

Beschäftigte im Homeoffice dürfen nicht vernachlässigt werden

Mit gezielten Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagaments können die Risiken des Homeoffice verringert und abgefedert werden. Gesunde Mitarbeiter sind arbeitsplatzunabhängig die wichtigste Ressource eines jeden Unternehmens. Körperliche wie mentale Gesundheit ist die Voraussetzung für ein starkes Immunsystem und das wiederum der wirksamste Schutz vor Infektionen. Die Maßnahmen müssen dazu individuell an die Bedürfnisse der heimarbeitenden Beschäftigten angepasst werden.

Das Angebot der Gesundheitsförderung ist ein wichtiges Signal an die Beschäftigten und symbolisiert ihnen, dass das Unternehmen sich auch im Homeoffice noch um sie und ihre Gesundheit sorgt und kümmert. Die Identifizierung mit dem Unternehmen wird dadurch gestärkt – ein wichtiger Punkt, da die räumliche Trennung diese häufig erschwert.

Digitale und mobile Lösungen ersetzen klassische BGF-Angebote

Dank moderner Technologie können viele Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung heutzutage auch Beschäftigten im Homeoffice angeboten werden.

Online-Plattformen bieten ein großes Angebot rund um Fitness, Bewegung, Rückenprogramme, Entspannung und Ernährung. Damit kann Prävention und Stressbewältigung betrieben werden. Die Beschäftigten können einfache Bewegungs- oder Erholungseinheiten in ihren individuellen Tagesablauf zuhause integrieren und an Online-Workshops oder Kursen teilnehmen.

Außerdem sollte das Unternehmen darauf achten, dass auch das Networking innerhalb des Unternehmens nicht zu kurz kommt und weiterhin genügend Austausch unter den Beschäftigten stattfindet. Mit Chatprogrammen und Videokonferenzen gibt es dazu eine Vielzahl an Möglichkeiten.

Wir beraten Sie gerne, welche digitalen und mobilen BGF-Maßnahmen für Ihre Beschäftigten im Homeoffice geeignet sind. Gemeinsam finden wir individuelle Lösungen – nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf.